Allergien – alle Jahre wieder
Kaum zeigt sich im Frühling die Sonne – schon hört man überall ein Niesen und Schniefen!
Die Heuschnupfensaison hat begonnen
Mit dem ersten Auftreten von Erlen- und Haselpollen, z.T. schon im Februar, beginnt für ca. 15% der Erwachsenen in Deutschland die alljährliche Leidenszeit.
Doch nicht nur die Baumpollen „ärgern“ die Allergiker, auch Gräser-, Kräuter- oder Getreidepollen oder sogar Tierhaare, Schimmelpilze oder Hausstaubmilben können einen allergischen Schnupfen auslösen, bei Letzteren treten die Symptome sogar ganzjährig auf.
Welche Symptome zeigt ein Hauschnupfen?
Am häufigsten sind Nase und Augen betroffen.
Die Nase juckt, läuft und man muss häufiger niesen, die Augen tränen, jucken, sind gerötet und manchmal auch entzündet.
Außerdem fühlt man sich müde und erschöpft, auch Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit können auftreten.
Wie entsteht Heuschnupfen und woher weiß man, auf was man allergisch reagiert
Hauptsächlich entsteht ein Heuschnupfen durch erbliche Vorbelastung, 50-80% der Kinder bilden Allergien aus, wenn beide Elternteile auch unter Allergien leiden.
Außerdem beeinträchtigen Zigarettenrauch (auch Passivrauchen) und ein zu hygienischer Lebensstil das Immunsystem.
Neuere Studien belegen auch, dass der Klimawandel zu längeren und früheren Vegetationsperioden einzelner Pflanzen beiträgt und anscheinend produzieren „gestresste Pflanzen“ mehr Pollen.
Hat man den Verdacht unter Heuschnupfen zu leiden, bleibt nur der Weg zum Dermatologen. Dort wird ein relativ einfacher Allergietest durchgeführt, der zeigt, auf welche Pollen man allergisch reagiert.
Im Internet findet man aussagekräftige Pollenflugvorhersagen und einen Polleninformationsdienst und kann seine Aktivitäten unter freiem Himmel ggf. den Vorhersagen anpassen.
Was kann man tun, wenn’s einen erwischt hat
Es gibt einige Möglichkeiten die Pollendichte im eigenen Umfeld zu reduziere:
Wichtig ist, die Fenster in Haus und Auto tagsüber geschlossen zu halten und nachts zu lüften, wenn weniger Pollenflug stattfindet. Auch Pollenfilter in Klimaanlagen reduzieren die Pollen nachweislich.
Pollenstaub sammelt sich auf Böden und Möbeln, deshalb regelmäßig feucht wischen. Auch ist das Wechseln der Kleidung, wenn man das Haus betritt, ist hilfreich; getragene Kleidung sollte nicht im Schlafzimmer liegen und die Haare gerne vor dem Zubettgehen waschen oder kräftig bürsten.
Sind die Symptome zu stark, helfen nur noch Medikamente!!
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Heuschnupfen Symptome zu bekämpfen
Die Beschwerden der Nase bzw. der Augen kann man mit Augentropfen oder Nasenspray lindern. Helfen lokal angewandte Medikamente nicht ausreichend oder kommen noch weitere Symptome dazu, ist es ratsam auf antiallergische Tabletten zurückzugreifen:
Cetirizin und Loratadin gehören zu den Wirkstoffen, die schon seit vielen Jahren eingesetzt werden. Die Wirkung ist recht zuverlässig, allerdings können sie Müdigkeit hervorrufen.
Mittlerweile gibt es auch etwas wirksamere Varianten dieser beiden „Klassiker“ – nämlich Levocetirizin bzw. Desloratadin: Hier benötigt man für denselben Effekt sogar nur die halbe Wirkstoffmenge.
Seit 2 Jahren ist der Wirkstoff Bilastin frei verkäuflich und ist eine gute Alternative zu Cetirizin und Loratadin, denn dieser Wirkstoff macht nicht müde. Allerdings muss Bilastin auf nüchternen Magen, also 2 Stunden nach dem Essen bzw. 1 Stunde vor dem Essen, genommen werden.
Alle genannten Wirkstoffe werden 1x täglich eingenommen.
Wichtig ist noch zu erwähnen, dass ein Heuschnupfen immer ernst genommen und behandelt werden sollte, denn andernfalls kann es zur Entwicklung eines allergischen Asthmas kommen.